Teilnehmer:
Rolli Baumgartner, Pia Bolliger, Stephan Etter, Gregor
Hüsler, Hans Jack, Werner Meier, Christoph Moser, Roland Oberholzer, Röbi
Peter, Röbi Reichlin, Viviane + Martin Rhyn mit Lara und Lea, Eugen Rieder,
Martin Roth, Susanne Ryter mit Nina, Hansruedi + Eliane Schaub mit Lehrling
Beat, Ruedi, Marc + Roman Streuli
Schon seit Jahren nicht mehr war das Wetter so schön wie
diesmal am Arbeitswochenende! Petrus muss gemerkt haben, wie wichtig das für
uns alle war.
Also: 25 Erwachsene SektiönlerInnen und 3 Kinder (auch die
haben tüchtig mitgeholfen) haben an diesem Wochenende geputzt, gemalt,
geschaufelt und gepickelt was das Zeug hielt. Es gab viel zu tun, damit am
Montag, dem offiziellen Baubeginn, alles so bereit war wie geplant.
Aushub
Der grösste Brocken war denn auch die Bereitstellung des
Bauplatzes. Der Schnee war zwar praktisch weggeschmolzen, aber es musste eine
ganze Menge Gras, Steine und Erde weggeschaufelt und -gepickelt werden um die
darunter liegenden Felsen zur Sprengung frei zu machen. Bestehende Leitungen
und der breit gefächerte Blitzableiter erforderten besondere Sorgfalt beim
graben.
Mit den kleineren Felsbrocken des Aushubs wurde eine Mauer
errichtet, die den neuen, leicht verlegten Hüttenzugang (Richtung Sunniggrat)
abgrenzt.
Kanalisation
Unser 3-Kammer-Kanalisationssystem kann weiterhin verwendet
werden, aber es muss ein neuer Zugang zu den Kammern und eine
Verbindungsleitung zur Hütte erstellt werden. Unser Sanitärspezialist,
Hansruedi Schaub, hat zusammen mit Lehrling
Beat den neuen Graben bis hinauf zum Plattenweg ausgehoben. In einem weiteren
Schritt werden die Platten entfernt und der restliche Graben mit dem Bagger erstellt.
Samstagabend
Nach und nach fanden sich alle auf der Hüttenterrasse ein,
staubig und verschwitzt, aber sehr zufrieden. Manch einer verspürte Muskeln von
denen er gar nicht wusste, dass er sie hat!
Später dann servierte uns Claudia, unsere Hüttenwartin, ein
wunderbares Nachtessen, das mit grösstem Appetit verzehrt wurde.
Der Sonntag gehörte der Erholung: Die einen stiegen auf den
Wichelstock, den Jakobiger, wanderten in Richtung Sunniggrat oder direkt
hinunter an den Arnisee.
Dank
Als Hüttenchefin möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken für den tollen Einsatz, speziell auch
bei unserem Architekten, Peter Büchel und unserem Hüttenwart, Adi Gnos, die
beide immer an vorderster Front mit dabei waren!
Logbuch zu den Umbauarbeiten der Leutschachhütte
Montag,
15. Juni 2009 - Heli-Transporte durch das Militär
Ein wichtiger Tag: Heute haben wir einen Termin mit der
Schweizer Armee, die uns
Transportflüge von rund 15 Tonnen Material zugesichert hat!
Ueber Nacht hat es geregnet und auch am Morgen fallen noch
einige Tropfen, aber Adi ist zuversichtlich. Nebel sei keiner in Sicht,
entscheidend für die Fliegerei, und die Niederschläge würden bald aufhören. Und
so war es denn auch.
Kurz vor 11 Uhr landete der erste Heli neben der Hütte,
Zentimeter genau! Und dann ging es Schlag auf Schlag. Total 7.5 Tonnen - in der
Hauptsache Gerüst- und Isolationsmaterial, Bretter, Kies usw. wurden abwechslungsweise
mit zwei Helis heraufgeflogen und jeweils von einem Flughelfer mit Funk zusammen
mit dem Hüttenwart in Empfang genommen. Bis um 16.00 Uhr dauerten die 22
Rotationen, unterbrochen nur vom Mittagessen, zu dem die Crew der beiden Helis
natürlich eingeladen war.
Ein sympathisches Detail: Einer der Piloten war eine
Pilotin, die ihre Aufgabe souverän gemeistert hat!
Dienstag.
16. Juni 2009
Der erste Schlechtwettertag! Flüge der Heli Gotthard werden
auf Mittwoch verschoben. Trotz Nässe und Nebel bohrt Adi unverdrossen in die
Hüttenwand und bereitet einen der zwei nötigen Mauerdurchbrüche vor. Am Mittag
ist es soweit und ein zwei Stein grosses Guckloch klafft in der Hüttenwand!
Mittwoch,
17. Juni 2009
Wetter gut - heute werden Bagger und andere Werkzeuge heraufgeflogen
und auch das nötige Sprengmaterial. Die Positionierung des Baggers möglichst in
der Nähe des Bauplatzes ist aufgrund des felsigen und unebenen Bodens nicht
ganz einfach.
Donnerstag
18. und Freitag 19. Juni 2009
Der Fels auf dem Bauplatz erweist sich als zäh und
hartnäckig und die Sprengarbeiten dauern volle zwei Tage, denn so nahe der
Hütte muss alles sehr sorgfältig vorbereitet und durchgeführt werden. Dann ist
der Schutt weggeräumt, der Bauplatz bereit. Auch Adi’s Mauerdurchbruch (neuer
Durchgang vom Eingang in den neuen Anbau) hat nun seine volle (Tür-)Grösse.
Logbuch - 30. Juni 2009
Wir haben Internet in der Hütte!
Swisscom sei
Dank konnten Peter Büchel und ich am 29. Juni in die Hütte hinauf fliegen,
zusammen mit einem Monteur der Firma Schleuniger, Zürich samt charmanter
Begleitung, im Gepäck zwei grosse Werkzeugkoffer und eine Satellitenschüssel.
Schon super, so ein Flug hinauf in die Hütte! In 3 Minuten fliegt der Heli die
Strecke, wofür ich meist zwischen zwei und zweieinhalb Stunden brauche!
Kaum
angekommen, hat der von der Swisscom beauftragte Monteur die Situation begutachtet
und in einem ersten Schritt die notwendigen Löcher in die Ostseite des ältesten
Hüttenteils gebohrt. Ein solider Träger wurde angeschraubt als Basis für die
Satellitenschüssel. Und nachdem auch die notwendigen Leitungen gelegt waren
wurde in einem letzten Schritt das Internet auf Claudia’s PC installiert. Alles
lief wie geschmiert, keine Probleme!
Beton Fundament
Währenddessen
flog die Heli Gotthard fleissig Kübel um Kübel Beton für den Fundament Boden
hinauf. Die beigefügten Fotos vermitteln einen Eindruck von dieser Arbeit, die
mit viel Sorgfalt fachkundig und speditiv ausgeführt wurde. Kurz vor dem
Mittagessen erfolgte der letzte Glattstrich des Bodens und alle atmeten auf,
denn in den Bergen herrschte kein reines Sommerwetter wie hier im Mittelland.
Am späten Nachmittag grollte der Donner dann auch bedrohlich, aber das
nachfolgende Gewitter war harmlos - und der Beton eh schon trocken!
Fundament Wände
Am folgenden
Tag, Mittwoch, 1. Juli, konnten dann auch die Wände des Fundamentes betoniert
werden (auf den Fotos ist die Schalung ersichtlich). So ist denn die für den
Moment heikelste Bauphase erfolgreich abgeschlossen - und die Terminplanung bis
jetzt optimal!
Umgebung
Gleichzeitig
wird auch immer wieder an der Hütten Umgebung gearbeitet, damit sich unsere
Sommergäste auch während der Bauzeit wohl fühlen. Gleich neben dem Hütteneingang
entsteht so ein zusätzlicher, sonniger Sitzplatz, gesäumt von einer fachmännisch
aufgeschichteten und gepflasterten Mauer.
Logbuch - 31. Juli
2009
20. Juli - Montage
der Holzelemente
Viel
ist passiert im vergangenen Monat Juli! Eine der spektakulärsten und auch
heikelsten Aktionen war sicher die Heli-Montage der Holzelemente, vorbereitet
von der Zimmerei und Holzbau GmbH Sascha von Arx. Wird alles passen wie
geplant? Es passte, und wie! Innerhalb eines Tages stand unser Hüttenanbau da,
Wände und Dach, mit einer Spezialfolie gegen Regen geschützt. Diese Piloten von
der Heli Gotthard sind wahre Präzisionskünstler wenn es ums Platzieren von
Lasten geht. Hut ab!
Die
grösste Schwierigkeit bei dieser Montage war die Verbindung des neuen Teils mit
der alten Hütte, doch auch da passte alles, sorgfältig geplant und vorbereitet.
Erleichtert konnte am selben Abend noch Aufrichte gefeiert werden, ohne
Bäumchen zwar, dass in der Eile vergessen ging - und eben nicht in Reichweite
der Hütte wächst! Der neue Anbau fügt sich sehr harmonisch an die bestehende
Hütte an, ein gutes Gefühl!
Reportage im
Tages-Anzeiger
Der
erste Termin musste wegen Schneefalls - am Morgen des 18. Juli lagen 20 cm Neuschnee
vor der Hütte - verschoben werden. Glücklicherweise, muss man sagen, denn der
Tagi-Reporter erwischte mit dem 20. Juli einen der interessantesten Bautage -
die Montage der Holzelemente. Die gute und ausgewogene Reportage ist am 22.
Juli im Tagi abgedruckt worden. Auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank an
den Reporter, Thomas Zemp!
Innenausbau
Bereits
sind auch die beiden Zwischenböden und Teile der Holzwände erstellt. Als
nächstes treten die Sanitär-Monteure in Aktion, um die notwendigen Leitungen zu
installieren, bevor am Innenausbau weiter gearbeitet werden kann. Dann gibt es
immer wieder eine ganze Reihe von allerlei notwendigen Anpassungsarbeiten.
Wie geht’s weiter?
Fertigstellung
des Innenausbaus, Installation der Sanitäranlagen, Legen der Bodenplatten usw.
und in einer späteren Phase die Blechverkleidung der Wände und des Daches. Es
gibt noch viel zu tun, aber bis jetzt konnte der Terminplan eingehalten werden.
Wir sind zuversichtlich, dass bis Ende September der Grossteil der Arbeiten
beendet sein wird.
Logbuch - 22. August 2009
Neuer Look!
Seit
kurzem präsentiert sich unser Anbau im definitiven Look - der Blechverkleidung
- und sie passt sehr gut zu den bereits vorhandenen Materialien, den
Steinmauern und dem Blechdach. Richtig stattlich steht sie da, unsere
Leutschachhütte (siehe Foto). Ich denke, der Entscheid für dieses
Aussenmaterial war goldrichtig, nicht zuletzt in Bezug auf den zukünftigen
Unterhalt.
Militärflüge
Am
letzten Donnerstag, 22. August, hat uns die Schweizer Armee weiteres Material
in die Hütte hinauf und Bauabfall nach Intschi hinunter geflogen. Rund 6
Tonnen, wie uns einer der Piloten verriet. Es war ein heisser, strahlend blauer
Sommertag und die Piloten und Flughelfer genossen diesen Einsatz sichtlich. Und
wie immer hat uns Claudia, unsere Hüttenwartin, mit einem feinen Mittagessen
verwöhnt.
Innenausbau
Jetzt
kommt die Zeit des Innenausbaus, wobei im Erdgeschoss bereits der Plattenboden
gelegt und ein Grossteil der Wandplättli durch Adi verlegt wurde. Auch die
nötigen Sanitärleitungen sind erstellt, wobei uns die Firma Hansruedi Schaub
aus Horgen grosszügig mit Facharbeitern unterstützte! Auch an dieser Stelle
herzlichen Dank! Was im Moment noch fehlt, sind die elektrischen Anschlüsse,
die anfangs kommender Woche von Paul Furrer installiert werden, ebenso die 5
Solar Panels an der Fassade.
Dann
tritt der Zimmermann, Sascha von Arx mit seinen Mitarbeitern wieder in Aktion.
Wände werden verkleidet und die Fussböden mit einem definitiven Holzbelag
versehen. Montiert werden auch die beiden Holztreppen, die in die oberen
Stockwerke führen. Und natürlich gibt es eine ganze Reihe von aufwendigen Ein-
und Anpassungsarbeiten! Die Anpassung des neuen Hüttenteils an die alten Mauern
erfordert viel Fingerspitzengefühl (siehe Foto) und technisches know how.
Lehrlingslager
Ab
Montag, dem 31. August, werden 8 Lehrlinge der Stutz Gruppe mit Sitz in Hatswil
TG, zusammen mit 2 Betreuern die der Hütte vorgelagerte Mauer sanieren.
Ebenfalls vorgesehen ist die Erstellung eines neuen Sitzplatzes auf der
Hüttensüdseite. Alle Lernenden sind im 3. Lehrjahr und werden von zwei
Fachleuten betreut. Hoffen wir, dass das Wetter uns weiterhin so treu bleibt
und dass die Lehrlinge eine spannende Woche in unserer Hütte erleben können!
Zentralvorstand Bern
Am 31.
August wird Ueli Delang, Hüttenverantwortlicher im ZV, unseren Anbau besuchen,
zusammen mit Peter Büchel, unserem Architekten. Zur Erinnerung: Der
Zentralvorstand hat für die Subventionszusage gewisse Aenderungen vorgeschlagen
resp. verlangt und will sich nun an Ort und Stelle einen Augenschein
verschaffen.
Logbuch – 6. September 2009
Das Gerüst ist weg!
So wie auf dem Foto präsentiert sich
jetzt der neue Anbau! Die obersten beiden Fenster (in der Mitte werden noch die
Solarpanels montiert) gehören zum Schlafzimmer unseres Hüttenwartpaares, mit
direkter Aussicht auf das türkisfarbene Niederseeli. In der Zwischenzeit sind
die beiden bereits in ihr neues Quartier umgezogen und geniessen nach all dem
Staub und Lärm die wohlverdiente Privatsphäre.
Lehrlingslager Firma Stutz & Co., Hatswil TG
Geschwitzt haben sie schon, die 10
Strassenbaulehrlinge, als sie am Morgen des 31. Augustes zusammen mit 2
Betreuern in unsere Hütte hinaufstiegen - und müde waren sie auch! Belohnt
wurden sie aber mit einem der schönsten Sommertage in der Saison 2009!
Schon am Nachmittag nahmen sie die
ihnen von unserem Hüttenwart zugeteilten Arbeiten mit Elan in Angriff. Man sah
sofort, ja die sind arbeiten mit Stein gewohnt - auch wenn das meiste total neu
für sie war.
Geplante Arbeiten:
Komplette Sanierung der Umgebungsmauer, deren ältester Teil runde 70 Jahre alt
ist.
Sanierung des alten Brunnentroges auf
der Nordseite, der auseinander zu brechen drohte.
Erstellen des zusätzlichen Sitzplatzes
auf der Südseite der Hütte, wobei Steinblöcke spalten angesagt war (genügend
vorhanden in der Umgebung).
Unter kundiger Leitung der beiden
Vorgesetzten und Adi, unserem Hüttenwart, waren die Resultate schon am Ende des
zweiten Tages beachtlich! Und bis Ende der Woche wurden alle geplanten Arbeiten
ausgeführt nicht zuletzt auch dank Petrus, der das schöne Wetter - abgesehen
von einigen Wolken und gelegentlichen Regenschauern - andauern liess.
Dank
Im Namen der Sektion Zimmerberg möchten
wir auch an dieser Stelle allen Beteiligten für ihren tollen Einsatz danken.
Wir wissen das sehr zu schätzen. Wir wissen auch, dass der Handy-Empfang in der
Hütte oben mangelhaft ist, für junge Leute sicher frustrierend. Und dass es
ausser Naturschauspielen wie zauberhafter Sternenhimmel und Mondaufgang keine
Unterhaltungsmöglichkeiten gibt! Trotzdem hoffen wir aber, dass diese Woche
allen Lehrlingen in guter Erinnerung bleibt! Nochmals herzlichen Dank!
So, das wären
die aktuellsten Hütten news. Fortsetzung folgt! Weiterhin einen schönen Sommer wünscht